Fremdenwesen und Asyl

Was?

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Beschwerden gegen Bescheide des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl betreffend

  • Anträge auf internationalen Schutz (Asylanträge)
  • die Zuständigkeit Österreichs zur Führung des Asylverfahrens (Dublin-Verfahren)
  • die Vergabe von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen
  • Entscheidungen über die Beendigung des Aufenthaltes Fremder in Österreich
  • die Organisation von deren Ausreise
  • die Verhängung der Schubhaft

Weiters entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über

Wann?

Die Frist zur Erhebung der Beschwerde ergibt sich aus der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Bescheides und beträgt, sofern nichts anderes bestimmt ist,

  • zwei Wochen bei Entscheidungen, die mit einer aufenthaltsbeendenden Maßnahme verbunden sind. Dies gilt beispielsweise für Entscheidungen über Anträge auf internationalen Schutz (Asylanträge), Verfahren nach der Dublin-Verordnung und über Aufenthaltstiteln aus berücksichtigungswürdigen Gründen
  • vier Wochen bei Entscheidungen, die nicht mit einer aufenthaltsbeendenden Maßnahme verbunden sind sowie bei unbegleiteten Minderjährigen
  • sechs Wochen in Schubhaftverfahren

Wo?

Beschwerden gegen Bescheide sowie Säumnisbeschwerden sind beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl  einzubringen.

Maßnahmenbeschwerden sind direkt beim Bundesverwaltungsgericht einzubringen.

Beschwerden gegen die Versagung eines Visums sind bei der jeweiligen Vertretungsbehörde einzubringen.

Zu Form und Inhalt > Wissenswertes zu Beschwerden

Wirkung einer Beschwerde

Einer Beschwerde gegen Bescheide des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl kommt grundsätzlich aufschiebende Wirkung zu, das bedeutet, dass der/die Beschwerdeführer/in in diesen Fällen bis zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Österreich bleiben darf. Demgegenüber kommt der Beschwerde in Verfahren nach der Dublin-Verordnung keine aufschiebende Wirkung zu. Diese kann vom Bundesverwaltungsgericht jedoch zuerkannt werden.

Was geschieht nach Einbringen der Beschwerde?

Vorlage an das Bundesverwaltungsgericht

Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl veranlasst die Vorlage der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Ab diesem Zeitpunkt ist das Bundesverwaltungsgericht für alle das Verfahren betreffenden Schritte zuständig. Ergänzende Schriftsätze sind ab diesem Zeitpunkt ausschließlich beim Bundesverwaltungsgericht einzubringen.

Vertretung im Beschwerdeverfahren

Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht besteht keine Anwaltspflicht bzw. kein Anwaltszwang.

Der Partei steht es jedoch frei, sich im Beschwerdeverfahren von einer/einem bevollmächtigten Rechtsanwältin/Rechtsanwalt vertreten zu lassen.

Bis auf wenige Ausnahmen kann im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht eine kostenlose Rechtsberatung in Anspruch genommen werden. Diese beinhaltet jedenfalls eine Perspektivenabklärung sowie die Unterstützung und Beratung bei der Einbringung der Beschwerde. Die Rechtsberater/innen können die Asylwerber/innen auf Ersuchen auch im Verfahren vertreten. Rechtsberater/innen müssen ein bestimmtes Anforderungsprofil erfüllen, sind zur Objektivität und Amtsverschwiegenheit verpflichtet und werden vom Bundesminister für Inneres bzw. vom Bundeskanzler ausgewählt.

Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht

Mündliche Verhandlung

Das Bundesverwaltungsgericht kann eine mündliche Verhandlung anberaumen. Ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung kann in jenen Fällen entschieden werden, in denen der Sachverhalt bereits aufgrund der Aktenlage hinreichend geklärt ist.

Zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

Entscheidung

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über die Beschwerde gegen Entscheidungen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl mit Erkenntnis oder Beschluss.

Das Bundesverwaltungsgericht kann die Beschwerde abweisen, wenn es zum selben Ergebnis wie die Verwaltungsbehörde gelangt oder der Beschwerde stattgeben, wenn es zu einem anderen Ergebnis als diese kommt.

Hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl den Sachverhalt nicht ausreichend ermittelt, kann das Bundesverwaltungsgericht die Entscheidung aufheben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an das Bundesamt zurückverweisen.

Zu Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts

Die Entscheidung wird durch Einzelrichter/innen getroffen.

Zur Geschäftsverteilung

Entscheidungsfristen

Die Entscheidungsfrist des Bundesverwaltungsgerichts beträgt in Beschwerdeverfahren gegen Bescheide des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl grundsätzlich sechs Monate.

Seit 1.11.2017 beträgt die Entscheidungsfrist des Bundesverwaltungsgerichts gemäß § 21 Abs. 2b BFA-VG 12 Monate. Diese längere Entscheidungsfrist betrifft alle Beschwerden, die bis 31.5.2018 beim Bundesverwaltungsgericht einlangen.

In Beschwerdeverfahren nach der Dublin-Verordnung und bei Folgeanträgen hat das Bundesverwaltungsgericht binnen acht Wochen zu entscheiden.

In Beschwerdeverfahren über die Schubhaft beträgt die Entscheidungsfrist eine Woche und in Verfahren über die Aberkennung des faktischen Abschiebeschutzes bei Folgeanträgen drei Tage.

Gegen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts kann eine ordentliche Revision – wenn diese in der Entscheidung zugelassen wurde – oder ansonsten eine außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof erhoben werden. Voraussetzung ist, dass dem Verfahren eine Rechtsfrage zugrunde liegt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt.

Die Revision ist innerhalb von sechs Wochen ab dem Tag der Zustellung des Erkenntnisses oder Beschlusses durch eine/n bevollmächtigte/n Rechtsanwältin/Rechtsanwalt abzufassen und beim Bundesverwaltungsgericht einzubringen. Wurde die Entscheidung im Rahmen einer mündlichen Verhandlung verkündet, so hat die Partei zwei Wochen nach Ausfolgung bzw. Zustellung der Verhandlungsschrift Zeit, eine Ausfertigung der Entscheidung zu beantragen. Ein derartiger Antrag ist Voraussetzung für die Zulässigkeit der Revision beim Verwaltungsgerichtshof.

Zusätzlich oder wahlweise zur Revision kann innerhalb von sechs Wochen ab dem Tag der Zustellung der Entscheidung eine Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof erhoben werden. Diese ist durch eine/n bevollmächtigte/n Rechtsanwältin/Rechtsanwalt abzufassen und direkt beim Verfassungsgerichtshof einzubringen. Voraussetzung ist die Behauptung, durch die Entscheidung in einem verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht und/oder wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes oder einer gesetzwidrigen Verordnung in seinen Rechten verletzt worden zu sein. Wurde die Entscheidung im Rahmen einer mündlichen Verhandlung verkündet, so hat die Partei zwei Wochen nach Ausfolgung bzw. Zustellung der Verhandlungsschrift Zeit, eine Ausfertigung der Entscheidung zu verlangen. Ein derartiger Antrag ist Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof.

Für die Revision an den Verwaltungsgerichtshof sowie die Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof ist jeweils eine Eingabengebühr von EUR 240,-- zu entrichten.

Zum Rechtsschutz gegen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts 

Wissenswertes rund um Asyl

Wann bekommt man Asyl?

Zunächst muss ein Antrag auf internationalen Schutz (auch: „Asylantrag“) gestellt werden. Dieser beinhaltet den Antrag auf Zuerkennung von Asyl und den Antrag auf Zuerkennung von subsidiärem Schutz. Ab Einbringung dieses Antrags bis zum rechtskräftigen Abschluss des Asylverfahrens wird der/die Fremde als Asylwerber/in bezeichnet. Der Antrag ist bei der Erstaufnahmestelle persönlich einzubringen. Die Erstaufnahmestelle ist eine dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) zugehörige Behördeneinheit, in deren Räumlichkeiten in der Regel die ersten Verfahrensschritte im Asylverfahren gesetzt werden (z.B. Ausstellung der Aufenthaltsberechtigungskarte, erkennungsdienstliche Behandlung).

Das Zulassungsverfahren steht am Beginn des Asylverfahrens und dient der Abklärung der Frage, ob die Angaben der Asylwerberin/des Asylwerbers zu einer inhaltlichen Prüfung des Antrags in Österreich führen. Das Zulassungsverfahren darf nicht mehr als 20 Tage dauern, es sei denn, es werden Konsultationen nach der Dublin-Verordnung durchgeführt und dem/der Asylwerber/in wurde dies innerhalb der Frist mitgeteilt.

Hat der/die Asylwerber/in vor der Einreise nach Österreich bereits in einem anderen europäischen Land einen Asylantrag gestellt, entscheidet das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl im sogenannten Dublin-Verfahren ohne inhaltliche Prüfung des Asylantrags über die Zuständigkeit eines anderen europäischen Staates zur Durchführung des Asylverfahrens. Diese Zuständigkeit wird in der Dublin-Verordnung geregelt.

Wird das Asylverfahren in Österreich zugelassen, bekommt der/die Asylwerber/in eine Aufenthaltsberechtigungskarte (auch: Verfahrenskarte), welche die Berechtigung der Asylwerberin/des Asylwerbers zur Versorgung in der Erstaufnahmestelle und zum Aufenthalt für die Dauer des Verfahrens dokumentiert.

Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ist die in erster Instanz für das Asylverfahren zuständige Verwaltungsbehörde, welche in Form eines Bescheids über den Antrag auf internationalen Schutz entscheidet.

Das Asylverfahren kann im Falle bestimmter, gesetzlich festgelegter Handlungen oder Unterlassungen der Asylwerberin/des Asylwerbers (z.B. freiwillige Abreise) wegen Gegenstandslosigkeit vorzeitig und formlos, ohne inhaltliche Entscheidung beendet werden.

Während des offenen Asylverfahrens darf der/die Asylwerber/in nicht abgeschoben werden (faktischer Abschiebeschutz), es sei denn, es handelt sich um einen Folgeantrag und im Vorverfahren wurde bereits die Verpflichtung zur Ausreise verfügt.

Die Anträge von Familienangehörigen werden in einem gemeinsamen Verfahren (sogenanntes Familienverfahren) einzeln geprüft. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten alle Familienangehörigen denselben Schutzumfang, auch wenn nicht jede/r einzelne Angehörige/r eigenständige Fluchtgründe hat. Als Familienangehörige im Sinne des Asylgesetz 2005 gelten nur Ehegattinnen/Ehegatten und eingetragene Partner/innen, die bereits im Herkunftsstaat verheiratet oder verpartnert waren sowie minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder. Als Herkunftsstaat gilt in der Regel jener Staat, dessen Staatsangehörigkeit der/die Fremde besitzt. Im Fall der Staatenlosigkeit gilt der Staat des früheren Aufenthalts als Herkunftsstaat.

Zum Zweck der Altersbestimmung der/des Fremden kann vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl oder vom Bundesverwaltungsgericht eine multifaktorielle Untersuchung angeordnet werden, welche in der Regel aus körperlichen, zahnärztlichen und röntgenologischen Untersuchungen besteht.

Eine/ein Fremde/r erhält Asyl, wenn sie/er in ihrem/seinem Herkunftsstaat aus Gründen ihrer/seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Überzeugung der Gefahr von Verfolgung ausgesetzt ist.

Dabei kommt es darauf an, dass  

  • die/der  Fremde einen solchen Fluchtgrund glaubhaft machen kann,
  • innerhalb ihres/seines Herkunftsstaates keine Möglichkeit besteht, sich an einem anderen Ort in Sicherheit zu bringen (innerstaatliche Fluchtalternative),
  • die Verfolgung dem Staat zurechenbar ist oder – sofern die Verfolgung von Privatpersonen ausgeht – der Staat nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, vor der Verfolgung zu schützen und
  • kein Asylausschlussgrund gesetzt wurde. Ein solcher liegt vor, wenn die/der Fremde etwa eine Gefahr für die Sicherheit Österreichs darstellt.

Erhält jemand Asyl, bzw. den Status der/des Asylberechtigten, so gilt sie/er als anerkannter Flüchtling.

Wurde der Asylantrag nach dem 15.11.2015 gestellt, so kommt dem Flüchtling eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltsberechtigung zu. Diese verlängert sich um eine unbefristete Gültigkeitsdauer, sofern die Voraussetzungen für eine Einleitung eines Verfahrens zur Aberkennung des Status der/des Asylberechtigten nicht vorliegen oder das Aberkennungsverfahren eingestellt wird.

Fremden, die bereits vor dem 15.11.2015 einen Asylantrag gestellt haben sowie jenen, denen der Status einer/s Asylberechtigten bis zum 01.06.2016 zuerkannt wurde, kommt bereits anfänglich ein unbefristetes Aufenthaltsrecht zu.

Wann bekommt man subsidiären Schutz?

Bekommt eine eine/ein Fremde/r kein Asyl, ist zu prüfen, ob sie/er subsidiären Schutz erhält. Dies ist dann der Fall, wenn der der/dem Fremden bei ihrer/seiner Rückkehr ein über eine bloße Möglichkeit hinausgehendes "reales Risiko" einer unmenschliche Behandlung droht, etwa infolge eines Bürgerkriegs im Herkunftsstaat oder mangelnder medizinischer Behandlung einer bestehenden schweren Erkrankung.

Unmenschliche Behandlung im Sinne des Art. 3 EMRK ist z.B. dann anzunehmen, wenn die/der Fremde an einer bestimmten Krankheit leidet, die in ihrem/seinem Herkunftsstaat aufgrund fehlender oder mangelhafter medizinischer Betreuung nicht behandelt werden kann und die daraus resultierende Verschlechterung ihres/seines Gesundheitszustandes zum Tod führen oder das persönliche Fortkommen hindern würde.

Ein weiteres Beispiel der unmenschlichen Behandlung ist dann gegeben, wenn die/der Fremde im Herkunftsstaat auf sich allein gestellt ist und aufgrund des Geschlechts oder des Alters nicht in der Lage ist, eine eigenständige Existenz zu begründen.

Bei Zuerkennung subsidiären Schutzes erhält die/der Fremde den Status der/des subsidiär Schutzberechtigten und damit verbunden eine für ein Jahr gültige Aufenthaltsberechtigung, die bei weiterem Vorliegen der Voraussetzungen vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl für jeweils zwei weitere Jahre verlängert wird.

Wann kommt es zu einer Rückkehrentscheidung?

Erhält  die/der Fremde in Österreich weder Asyl noch subsidiären Schutz, muss sie/er das Bundesgebiet verlassen. Dies wird vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl mit Bescheid angeordnet (= aufenthaltsbeendende Maßnahme). Dabei besteht zunächst die Pflicht zur freiwilligen Ausreise und danach die Möglichkeit einer zwangsweisen Außerlandesbringung in Form einer Abschiebung. Entschließt sich der/die Asylwerber/in zur freiwilligen Ausreise, kann ihm/ihr Rückkehrhilfe in Form finanzieller Unterstützung gewährt werden.

Die bevorstehende Abschiebung kann unter bestimmten Voraussetzung durch die fremdenpolizeiliche Anhaltung der/des Fremden gesichert werden (= Schubhaft). Diese muss mit Bescheid angeordnet worden sein. Bei unmündigen Minderjährigen besteht ein Schubhaftverbot. Liegen die Voraussetzungen für die Schubhaft vor, können an deren Stelle mit Bescheid gelindere Mittel angeordnet werden, wie etwa eine Meldeverpflichtung oder die Unterkunftnahme in einer bestimmten Einrichtung.

Wird die aufenthaltsbeendende Maßnahme mit der Auflage verbunden, dass die/der Fremde für immer oder für eine bestimmte Zeit das Hoheitsgebiet Österreichs nicht mehr betreten darf, spricht man von einem Einreiseverbot.

Rückkehrberatung kann in jedem Verfahrensstadium in Anspruch genommen werden. Diese beinhaltet eine Perspektivenabklärung während und nach Abschluss des Asylverfahrens sowie die Unterstützung bei der Beschaffung von Dokumenten, bei der Versorgung bis zur Ausreise, bei der konkreten Durchführung der Heimreise und bei der Vermittlung von lokalen Hilfsorganisationen im Herkunftsstaat.

Von einer Rückkehrentscheidung kann abgesehen werden, wenn berücksichtigungswürdige Gründevorliegen. Dabei werden beispielsweise geprüft:

  • die Dauer des bisherigen Aufenthaltes
  • die Intensität des bestehenden Familienlebens
  • der Grad der Integration (etwa Deutschkenntnisse, Erwerbstätigkeit)
  • die Schutzwürdigkeit des Privatlebens (ausgeprägte soziale, persönliche und wirtschaftliche Bindungen)
  • die strafgerichtliche Unbescholtenheit
  • noch bestehende Bindungen zum Herkunftsstaat

Es erfolgt eine Abwägung der persönlichen Interessen der/des Fremden an einem Verbleib in Österreich gegenüber den öffentlichen Interessen am Vollzug asyl- und fremdenrechtlicher Vorschriften.

Ist eine Rückkehr im Ergebnis nicht zumutbar, erhält die/der Fremde einen auf vorerst zwölf Monate befristeten Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen.