Frauen in Führungspositionen am Bundesverwaltungsgericht stark vertreten Bilanz zum Weltfrauentag

Zum Weltfrauentag am 08.03.2026 zieht das Bundesverwaltungsgericht stolz eine positive Bilanz über die Entwicklungen im Bereich der Gleichstellung von Frauen. Insbesondere bei den Führungspositionen in der Justizverwaltung ist der Frauenanteil deutlich gestiegen.

Das Bundesverwaltungsgericht ist nicht nur das größte Gericht Österreichs, sondern auch Arbeitgeber von über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor allem im Bereich der Gleichstellung von Frauen liegt es daher in unserer Verantwortung, eine Vorbildrolle einzunehmen und zu zeigen: Frauen in Führungspositionen sind wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Gesamtorganisation und keine Ausnahmeerscheinungen“, erklärt Präsident Dr. Christian FILZWIESER, MSc (LSE).

Präsidialbüro in weiblichen Händen

Mit der Organisationsreform der Präsidialverwaltung wurde nicht nur eine neue Struktur in der Justizverwaltung geschaffen, sondern sind auch die Schlüsselpositionen der Abteilungs- und Referatsleitungen neu besetzt worden. Seit dem 01.01.2026 werden alle drei Abteilungen im Präsidialbüro von Frauen geleitet. Auf Ebene der Referatsleitungen sind drei von fünf Positionen von Frauen besetzt. Ebenso positiv ist der hohe Frauenanteil in den Leitungsbereichen der Geschäftsstelle, der Evidenzstelle und der Controllingstelle hervorzuheben. Damit nimmt das Bundesverwaltungsgericht eine Vorbildfunktion im Bereich der Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen ein.

Auch im Bereich der Kammervorsitzenden und Außenstellenleitungen legt das Bundesverwaltungsgericht großen Wert auf Geschlechterparität. Drei der acht Kammern werden aktuell von reinen Frauenteams geleitet. In drei weiteren Kammern respektive Außenstellen finden sich in den zweiköpfigen Führungsteams je eine Frau.

Annähernde Geschlechterparität bei Richter:innen-Planstellen

Es freut mich als Gleichbehandlungsbeauftragte sehr, dass Frauen am Bundesverwaltungsgericht insbesondere in Führungspositionen so stark vertreten sind. Leider ist das auch 2026 in vielen Bereichen noch keine Selbstverständlichkeit. Doch auch am Bundesverwaltungsgericht ist die Arbeit in Bezug auf die Gleichstellung und Anerkennung von Frauen noch nicht getan. Daher werden wir uns auch weiterhin für mehr Bewusstsein und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen und gegen Diskriminierung und Belästigung kämpfen“, sagt die Gleichbehandlungsbeauftragte, Richterin Mag.a Christina KUZMANY.

Im Bereich der Gerichtsbarkeit nähert sich das Bundesverwaltungsgericht unter den Richterinnen und Richtern einer ausgeglichenen Geschlechterparität an. 48,5% der vorhandenen richterlichen Planstellen sind von Frauen besetzt. Im Bereich der nichtrichterlichen Mitarbeiter:innen wird dieser Richtwert bereits klar übertroffen: Unter den Verwendungsgruppen A1/v1 liegt der Anteil an Planstellen, die von Frauen besetzten sind, bei 64,13% und bei den weiteren Verwendungsgruppen sogar bei 67,70%. Insgesamt ist das Bundesverwaltungsgericht mit rund 60% weiblich besetzten Planstellen damit ein Vorbild für die gesamte Bundesverwaltung.