unmenschliche Behandlung

vgl Art. 3 EMRK; ist etwa dann gegeben, wenn die Fremde/der Fremde an einer bestimmten Krankheit leidet, die in ihrem/ seinem Herkunftsstaat aufgrund fehlender oder mangelhafter medizinischer Betreuung nicht behandelt werden kann und die daraus resultierende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes zum Tod führen oder das persönliche Fortkommen hindern würde.

Unmenschliche Behandlung ist auch dann anzunehmen, wenn die Fremde/der Fremde im Herkunftsstaat auf sich allein gestellt ist und aufgrund des Geschlechts oder des Alters nicht in der Lage ist, eine eigenständige Existenz zu begründen.